Unsere Samtgemeinde ist gewachsen: neue Wohngebiete, mehr Menschen, mehr Kinder, mehr Verkehr. Doch das Wachstum allein macht keine gute Gemeinde. Was Tostedt braucht, ist eine klare Richtung – eine Antwort auf die Frage, wie wir hier in zehn oder zwanzig Jahren leben wollen. Diese Frage möchte ich gemeinsam mit Ihnen stellen und beantworten. Nicht im stillen Kämmerlein, sondern im offenen Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Unternehmen und der Politik.
Als jemand, der seit über fünfzig Jahren in dieser Samtgemeinde verwurzelt ist, kenne ich ihre Stärken – und ich sehe, wo wir besser werden können. Drei Themen stehen für mich dabei im Mittelpunkt.
Die Samtgemeinde Tostedt wächst. Aber Wachstum benötigt Richtung. Wo neue Wohngebiete entstehen, müssen Infrastruktur, Kitas, Schulen und Straßen weiter mitwachsen.
Ich möchte ein integriertes Entwicklungskonzept erarbeiten – eines, das alle Lebensbereiche zusammendenkt: Wohnen, Gewerbe, Bildung, Mobilität und Natur. Aus Teilplänen muss ein gemeinsames Bild davon entstehen, wie die Samtgemeinde Tostedt im Jahr 2040 aussehen soll. Dafür braucht es Mut zu klaren Entscheidungen, deutliche Leitlinien – und den Willen, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen statt sie gegeneinander auszuspielen. So lassen sich Fehlentwicklungen vermeiden und Ressourcen gezielter einsetzen.
Die Samtgemeinde Tostedt liegt verkehrsgünstig, hat gut ausgebildete Menschen – und trotzdem pendeln täglich viele von uns in die Region Hamburg, weil es hier an attraktiven Arbeitsplätzen fehlt. Das kostet Zeit, Lebensqualität und Kaufkraft vor Ort.
Aktive Wirtschaftsförderung ist und bleibt ein bedeutendes Thema und wird auch für mich hohe Priorität haben, denn die Samtgemeinde hat großes Entwicklungspotenzial. Ich möchte gezielt Gewerbeflächen entwickeln, bestehende Betriebe aktiv unterstützen und neue Ansiedlungen konsequent begleiten.
Das verbessert nicht nur die Einnahmesituation der Samtgemeinde, sondern erhöht auch die Lebensqualität: kürzere Wege, weniger Pendelverkehr und mehr Zeit für Familie und Ehrenamt.
Ich will, dass unsere Samtgemeinde ein Ort bleibt, auf den man sich verlassen kann – im Alltag genauso wie in schwierigen Zeiten.
Dafür brauchen wir eine starke Gemeinschaft. Unsere Feuerwehr und das Ehrenamt leisten jeden Tag Unglaubliches. Sie verdienen nicht nur Anerkennung, sondern klare Unterstützung, damit sie auch in Zukunft schnell, zuverlässig und gut ausgestattet helfen können – wenn es darauf ankommt.
Gleichzeitig müssen wir unsere Gemeinde krisenfester machen. Wir können nicht alles vorhersehen, aber wir können vorbereitet sein: mit funktionierenden Strukturen, klaren Abläufen und dem Willen, Verantwortung zu übernehmen.
Ein ebenso wichtiges Thema ist bezahlbarer Wohnraum. Unsere Gemeinde muss ein Ort bleiben, an dem junge Familien, Ältere und alle dazwischen gut leben können – ohne dass Wohnen zur Belastung wird.
Auch die Energiewende wird unsere Region weiter prägen. Mir ist wichtig, sie realistisch und fair zu gestalten: so, dass die Wertschöpfung möglichst hier vor Ort bleibt und die Menschen auch davon profitieren – zum Beispiel durch Beteiligungsmodelle oder kommunale Lösungen. Denn wenn sich etwas verändert, sollte unsere Gemeinde auch etwas davon haben.
Und dafür braucht es eine Verwaltung, die funktioniert: modern, verständlich und nah an den Menschen. Eine Verwaltung, die nicht bremst, sondern möglich macht.
Mir geht es um eine Samtgemeinde, die zusammenhält, die vorausschauend handelt und die für die Zukunft gut aufgestellt ist – für uns alle.
Politik entsteht nicht im Rathaus allein – sie beginnt im Gespräch mit den Menschen vor Ort. Ich möchte wissen, was Sie bewegt, wo der Schuh drückt und welche Ideen Sie für unsere Samtgemeinde haben. Offener Dialog ist für mich keine Floskel, sondern Grundlage guter Entscheidungen. Schreiben Sie mir, rufen Sie an oder sprechen Sie mich einfach an – ich bin für Sie da.